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Seek 2 Find Dolores Flores
Dolores Flores
There are no Limits!
 
Installation und Leuchtobjekte
 
a.i.p.südheide 20.10. -  18.11.2019

Dolores Flores - „beer people“

Die ›Beer people‹ hat Dolores Flores vor einigen Jahren erschaffen als sie nach einem Musikprobeabend mit ihren Mitmusikern in einer alten Berliner Bierkneipe saß und anfing, mit der Papiermanschette von Biergläsern herumzuspielen. Aus dieser Spielerei entstand ein umfassendes künstlerisches Konzept, in
dem Dolores Flores die unterschiedlichsten Charaktere und Bewegungen der kleinen Männlein und Weiblein darstellt. Durch Reißen und Falten entstehen ausdrucksvolle Unikate, die jeweils
nur aus einer Papiermanschette bestehen. Bis heute sind es über 6400 ›Beer people‹.
Für jede Ausstellung entsteht eine neue Gruppe von ihnen – quasi eine neue Generation. Durch den Alterungsprozess des Papiers, der hier durchaus erwünscht ist, dunkeln die Figuren zart nach und können durch ihre Farbnuancen dem Zeitpunkt ihrer Entstehung zugeordnet werden.Die Figuren werden für Textinstallationen, Objektboxen und Postkarten in immer neuen Konstellationen aufgebaut und fotografiert. Sie stellen Bilder dar zu gesellschaftspolitischen Themen wie Globalisierung, steigende Population, mediale Überforderung, Ökologie oder soziale Konsumgesellschaft. Die ›Beer people‹ repräsentieren eine hoffnungsfrohe und idealistische Gesellschaft, die auf der Suche nach neuen Lösungen ist und zur Freiheit des Denkens und Handelns aufruft. Sie stellen Fragen nach Identität und Werten. Sie plädieren für neue Ideen und Gedanken, für einen regenerierenden Prozess in einer allzu negativ gesehenen Welt. Die nicht gefalteten Ringe symbolisieren die Massen, die sich um nichts Gedanken machen, und so ihr Dasein fristen, gestapelt und aufgereiht.
In den Objektkästen und Textinstallationen befinden sich die Figuren häufig vor einem Hintergrund von Nullen und Einsen, die auf den ersten Blick willkürlich angeordnet erscheinen. Tatsächlich aber handelt es sich um Auszüge aus Songtexten der Künstlerin, die in einen binären Zahlencode übersetzt wurden. Sie greifen die omnipräsente binäre Sprache auf und verweisen so auf unsere digitalisierte, computerisierte Welt.
Diese kontemplative Kunst vermittelt schwierige Themen auf spielerische Weise, durchdrungen mit einer positiven Botschaft, und offenbart dadurch dem Betrachter die Chance zu einer angstfreien Lösungsfindung.
Künstlerisch arbeitet sie in den Bereichen Installation, Texte, Skulpturen und Musik.



Photo: Walking on the moon